Homeoffice-Pauschale 2026: Welche Nachweise noetig sind
Homeoffice-Pauschale 2026: Was gilt?
Die Homeoffice-Pauschale bleibt 2026 unverändert: 6 EUR pro Tag, maximal 1.260 EUR pro Jahr (210 Tage). Was sich ändert: Die Finanzämter schauen genauer hin.
Verschärfte Prüfung ab 2026
Bisher reichte vielen Finanzämtern eine pauschale Angabe der Homeoffice-Tage. Das ändert sich: Immer mehr Sachbearbeiter verlangen konkrete Tagesnachweise. Das betrifft vor allem:
- Anzahl der Tage: Du musst belegen können, an welchen Tagen du tatsächlich von zu Hause gearbeitet hast.
- 50-%-Überwiegenskriterium: Das Finanzamt prüft, ob du an Homeoffice-Tagen überwiegend (mehr als 50 % der Arbeitszeit) zu Hause warst.
- Kein separates Arbeitszimmer nötig: Die Pauschale gilt auch am Küchentisch. Aber du musst tatsächlich gearbeitet haben — Krankheitstage oder Urlaub zählen nicht.
Was du dokumentieren solltest
Homeoffice-Kalender führen
Am einfachsten: Ein einfaches Dokument (Excel, Kalender-App oder Papier) mit:
| Datum | Arbeitsort | Arbeitszeit |
|---|---|---|
| 07.01.2026 | Homeoffice | 8:00–16:30 |
| 08.01.2026 | Büro | 8:30–17:00 |
| 09.01.2026 | Homeoffice | 7:30–16:00 |
Ergänzende Nachweise
- Arbeitgeber-Bescheinigung: Viele Arbeitgeber bestätigen die Homeoffice-Regelung schriftlich. Frage danach — das ist der stärkste Nachweis.
- Teams-/Slack-Logs: Digitale Anwesenheitsnachweise können helfen, sind aber kein Muss.
- Kein Fahrtenbuch nötig: Die Pendlerpauschale und die Homeoffice-Pauschale schließen sich tageweise aus. Du brauchst kein Fahrtenbuch, nur eine klare Zuordnung pro Tag.
Homeoffice vs. Pendlerpauschale: Was lohnt sich mehr?
Seit 2026 gilt die Pendlerpauschale einheitlich mit 0,38 EUR/km ab dem 1. Kilometer. Der Break-even:
| Entfernung | Pendlerpauschale/Tag | Homeoffice-Pauschale/Tag |
|---|---|---|
| 10 km | 3,80 € | 6,00 € |
| 16 km | 6,08 € | 6,00 € |
| 25 km | 9,50 € | 6,00 € |
| 40 km | 15,20 € | 6,00 € |
Faustregel: Unter 16 km einfache Entfernung lohnt sich Homeoffice steuerlich mehr. Darüber ist jeder Bürotag steuerlich wertvoller.
Berechne deine optimale Aufteilung mit dem Homeoffice-Pauschale-Rechner.
Häufige Fehler vermeiden
- Doppelt absetzen: Homeoffice-Pauschale und Pendlerpauschale am selben Tag geht nicht. Das Finanzamt gleicht die Angaben ab.
- Urlaubs- und Krankheitstage zählen: Diese Tage sind weder Homeoffice- noch Pendlertage. Ziehe sie ab.
- Mehr als 210 Tage angeben: 210 Tage ist das Maximum für die Homeoffice-Pauschale. Bei Vollzeit bleiben nach Urlaub und Feiertagen ca. 230 Arbeitstage — die Differenz sind Bürotage.
- Keine Nachweise aufbewahren: Auch wenn das Finanzamt nicht sofort fragt — die Aufbewahrungsfrist beträgt bis zu 4 Jahre nach Bescheid.
Fazit
Die Homeoffice-Pauschale ist unkompliziert — aber nur, wenn du sauber dokumentierst. Ein einfacher Kalender mit Arbeitsort und -zeit pro Tag reicht. Fang jetzt an, damit du bei der Steuererklärung 2026 keine Probleme bekommst.
Weiterlesen
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Quellen:
- Haufe.de — Homeoffice-Pauschale Praxishinweise
- § 4 Abs. 5 Nr. 6c EStG — Homeoffice-Pauschale