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Homeoffice-Pauschale 2026: Welche Nachweise noetig sind

5 Min. Lesezeit
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Homeoffice-Pauschale 2026: Was gilt?

Die Homeoffice-Pauschale bleibt 2026 unverändert: 6 EUR pro Tag, maximal 1.260 EUR pro Jahr (210 Tage). Was sich ändert: Die Finanzämter schauen genauer hin.

Verschärfte Prüfung ab 2026

Bisher reichte vielen Finanzämtern eine pauschale Angabe der Homeoffice-Tage. Das ändert sich: Immer mehr Sachbearbeiter verlangen konkrete Tagesnachweise. Das betrifft vor allem:

  • Anzahl der Tage: Du musst belegen können, an welchen Tagen du tatsächlich von zu Hause gearbeitet hast.
  • 50-%-Überwiegenskriterium: Das Finanzamt prüft, ob du an Homeoffice-Tagen überwiegend (mehr als 50 % der Arbeitszeit) zu Hause warst.
  • Kein separates Arbeitszimmer nötig: Die Pauschale gilt auch am Küchentisch. Aber du musst tatsächlich gearbeitet haben — Krankheitstage oder Urlaub zählen nicht.

Was du dokumentieren solltest

Homeoffice-Kalender führen

Am einfachsten: Ein einfaches Dokument (Excel, Kalender-App oder Papier) mit:

DatumArbeitsortArbeitszeit
07.01.2026Homeoffice8:00–16:30
08.01.2026Büro8:30–17:00
09.01.2026Homeoffice7:30–16:00

Ergänzende Nachweise

  • Arbeitgeber-Bescheinigung: Viele Arbeitgeber bestätigen die Homeoffice-Regelung schriftlich. Frage danach — das ist der stärkste Nachweis.
  • Teams-/Slack-Logs: Digitale Anwesenheitsnachweise können helfen, sind aber kein Muss.
  • Kein Fahrtenbuch nötig: Die Pendlerpauschale und die Homeoffice-Pauschale schließen sich tageweise aus. Du brauchst kein Fahrtenbuch, nur eine klare Zuordnung pro Tag.

Homeoffice vs. Pendlerpauschale: Was lohnt sich mehr?

Seit 2026 gilt die Pendlerpauschale einheitlich mit 0,38 EUR/km ab dem 1. Kilometer. Der Break-even:

EntfernungPendlerpauschale/TagHomeoffice-Pauschale/Tag
10 km3,80 €6,00 €
16 km6,08 €6,00 €
25 km9,50 €6,00 €
40 km15,20 €6,00 €

Faustregel: Unter 16 km einfache Entfernung lohnt sich Homeoffice steuerlich mehr. Darüber ist jeder Bürotag steuerlich wertvoller.

Berechne deine optimale Aufteilung mit dem Homeoffice-Pauschale-Rechner.

Häufige Fehler vermeiden

  1. Doppelt absetzen: Homeoffice-Pauschale und Pendlerpauschale am selben Tag geht nicht. Das Finanzamt gleicht die Angaben ab.
  2. Urlaubs- und Krankheitstage zählen: Diese Tage sind weder Homeoffice- noch Pendlertage. Ziehe sie ab.
  3. Mehr als 210 Tage angeben: 210 Tage ist das Maximum für die Homeoffice-Pauschale. Bei Vollzeit bleiben nach Urlaub und Feiertagen ca. 230 Arbeitstage — die Differenz sind Bürotage.
  4. Keine Nachweise aufbewahren: Auch wenn das Finanzamt nicht sofort fragt — die Aufbewahrungsfrist beträgt bis zu 4 Jahre nach Bescheid.

Fazit

Die Homeoffice-Pauschale ist unkompliziert — aber nur, wenn du sauber dokumentierst. Ein einfacher Kalender mit Arbeitsort und -zeit pro Tag reicht. Fang jetzt an, damit du bei der Steuererklärung 2026 keine Probleme bekommst.

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Quellen: