Abfindungsrechner 2026
Wie viel bleibt netto von deiner Abfindung? Berechne die Steuer mit und ohne Fünftelregelung.
Auf einen Blick
- ✓ Fünftelregelung: Abfindung wird steuerlich auf 5 Jahre verteilt (§ 34 EStG)
- ✓ Seit 2025: Nur noch über Steuererklärung — nicht mehr im Lohnsteuerabzug
- ✓ Ersparnis: Je höher die Abfindung, desto größer der Steuervorteil
- ✓ Voraussetzung: Abfindung muss in einem Kalenderjahr zufließen
Du kennst deine Abfindung noch nicht? Höhe schätzen (§ 1a KSchG)▾
Bei einer betriebsbedingten Kündigung sieht § 1a KSchG als Regelhöhe 0,5 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr vor. Schätze deine Abfindung — den Betrag kannst du danach unten in den Steuer-Rechner eintragen.
Berechnungsgrundlage: § 34 EStG (Fünftelregelung), § 32a EStG (Tarif 2026) | Stand: April 2026
War dieser Rechner hilfreich?
Warum dieser Rechner genauer rechnet
- Die Fünftelregelung (§ 34 EStG) rechnen wir exakt gegen den Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG) — nicht mit einem pauschalen Steuersatz.
- Direkter Vergleich mit und ohne Fünftelregelung, damit du deinen echten Steuervorteil in Euro siehst statt nur einer Schätzung.
- Steuerklasse, Bundesland und Kirchensteuer (8 % in BY/BW, sonst 9 %) fließen in die Berechnung ein.
- Optionaler Schätzer der Abfindungshöhe nach § 1a KSchG mit der gesetzlichen Aufrundungsregel für Beschäftigungszeiten über 6 Monate.
Dieselbe Rechenlogik treibt unsere geprüfte REST-API · Logik & Werte gepflegt von Thomas Hakenes, gegen Primärquellen (Gesetze, BMF/BA) geprüft.
Abfindung und Steuern
Eine Abfindung ist voll steuerpflichtig — es gibt keinen Freibetrag. Allerdings kann die Fünftelregelung (§ 34 EStG) die Steuerlast deutlich senken, indem die Progression abgemildert wird.
Seit 2025 wendet der Arbeitgeber die Fünftelregelung nicht mehr im Lohnsteuerabzug an. Du bekommst sie erst über die Einkommensteuererklärung zurück.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- § 34 EStG — Außerordentliche Einkünfte (Fünftelregelung)
- § 24 EStG — Entschädigungen
- § 32a EStG — Einkommensteuertarif 2026
- § 1a KSchG — Abfindungshöhe bei betriebsbedingter Kündigung (0,5 Monatsgehälter/Jahr)
Vereinfachte Berechnung. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: April 2026.
Fünftelregelung erklärt
Wie die Fünftelregelung funktioniert, wann sie sich lohnt und was sich seit 2025 geändert hat.
→ Zum RatgeberHäufige Fragen
Was ist die Fünftelregelung?
Die Fünftelregelung (§ 34 EStG) verteilt die Steuer rechnerisch auf 5 Jahre, um die Progression zu mildern. So zahlst du weniger Steuer auf deine Abfindung.
Gilt die Fünftelregelung noch 2026?
Ja, aber nur noch über die Steuererklärung. Seit 2025 zieht der Arbeitgeber die volle Steuer ab, die Erstattung erfolgt über die Steuererklärung.
Wie viel Steuer muss ich auf eine Abfindung zahlen?
Das hängt von deinem regulären Einkommen und der Höhe der Abfindung ab. Mit Fünftelregelung liegt der effektive Steuersatz oft bei 30–40 %, ohne sie etwas höher. Eine Abfindung ist voll steuerpflichtig — es gibt keinen Freibetrag.
Wie viel Abfindung steht mir zu?
Bei betriebsbedingter Kündigung gilt nach § 1a KSchG als Regelhöhe 0,5 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr (über 6 Monate auf ein volles Jahr aufgerundet). Das ist eine Regelvermutung, kein automatischer Anspruch — verhandelbar sind oft 0,5 bis 1,5 Monatsgehälter pro Jahr. Schätze deine Höhe oben im Rechner.
Muss ich auf eine Abfindung Sozialversicherungsbeiträge zahlen?
Nein, echte Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes sind sozialversicherungsfrei. Es fallen nur Steuern an.
Wirkt sich die Abfindung auf das Arbeitslosengeld aus?
Eine Abfindung kürzt das ALG 1 grundsätzlich nicht. Bei einem Aufhebungsvertrag oder vorzeitiger Beendigung kann aber eine Sperrzeit oder ein Ruhen des Anspruchs drohen.
Zählt die Abfindung beim Bürgergeld als Vermögen?
Eine Abfindung wird beim Bürgergeld als Vermögen behandelt, nicht als laufendes Einkommen. Sie zählt erst, wenn sie das Schonvermögen übersteigt; in der Karenzzeit gilt ein erhöhter Schonbetrag.
Lohnt es sich, die Abfindung ins nächste Jahr zu verschieben?
Die Fünftelregelung setzt einen zusammengeballten Zufluss in einem Kalenderjahr voraus. Eine Verschiebung in ein Jahr mit niedrigerem Einkommen kann die Ersparnis erhöhen — ein Splitting auf zwei Jahre gefährdet die Fünftelregelung dagegen.
Rechenbeispiele nach Höhe
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