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Abfindungsrechner 2026

Wie viel bleibt netto von deiner Abfindung? Berechne die Steuer mit und ohne Fünftelregelung.

Auf einen Blick

  • Fünftelregelung: Abfindung wird steuerlich auf 5 Jahre verteilt (§ 34 EStG)
  • Seit 2025: Nur noch über Steuererklärung — nicht mehr im Lohnsteuerabzug
  • Ersparnis: Je höher die Abfindung, desto größer der Steuervorteil
  • Voraussetzung: Abfindung muss in einem Kalenderjahr zufließen
Du kennst deine Abfindung noch nicht? Höhe schätzen (§ 1a KSchG)

Bei einer betriebsbedingten Kündigung sieht § 1a KSchG als Regelhöhe 0,5 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr vor. Schätze deine Abfindung — den Betrag kannst du danach unten in den Steuer-Rechner eintragen.

i Dein Bruttogehalt pro Monat vor Steuern und Sozialabgaben — steht auf deiner Gehaltsabrechnung ganz oben als „Bruttoentgelt“.
i Wie viele vollständige Kalender- oder Beschäftigungsjahre du im Unternehmen tätig warst. Perioden über 6 Monate zählen nach § 1a KSchG als volles Jahr — gib hier nur die kompletten Jahre ein.
i Die Restmonate nach den vollen Jahren — zwischen 0 und 11. Mehr als 6 Monate werden bei der Schätzung auf ein weiteres volles Jahr aufgerundet.
i Nur für den gesetzlichen Höchstrahmen nach § 10 KSchG relevant: ab 50 Jahren (+ 15 Jahre Betrieb) bzw. 55 Jahren (+ 20 Jahre) steigt die gerichtlich festsetzbare Höchstabfindung. Leer lassen, wenn unwichtig.
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i Der Brutto-Abfindungsbetrag laut Aufhebungsvertrag oder Vergleich — also vor Abzug von Steuern. Sozialabgaben fallen auf echte Abfindungen nicht an.

Brutto-Abfindungsbetrag laut Aufhebungsvertrag

i Dein reguläres Jahresbruttoeinkommen aus dem Job im Abfindungsjahr — ohne die Abfindung selbst. Den Betrag findest du auf deiner letzten Gehaltsabrechnung des Jahres oder im Steuerbescheid. Bei untertährigem Jobverlust: tatsächliches Brutto bis zur Kündigung eintragen.

Dein reguläres Jahresbruttoeinkommen im Jahr der Abfindung

i Deine Lohnsteuerklasse (I–VI) richtet sich nach Familienstand und Jobsituation. Ledige ohne Kinder: Klasse I. Alleinerzieher: Klasse II. Verheiratete mit höherem Gehalt: Klasse III, Partner dann Klasse V. Du findest deine Klasse auf der Gehaltsabrechnung oder im Elster-Portal.
i Dein Wohnort-Bundesland zum Zeitpunkt der Abfindungsauszahlung. Es beeinflusst den Kirchensteuersatz (Bayern und Baden-Württemberg: 8 %, alle anderen: 9 %).
i Haken setzen, wenn du Kirchensteuer zahlst (Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft bist). Die Kirchensteuer wird auf die Einkommensteuer berechnet und erhöht die Gesamtabgaben auf die Abfindung.

Ergebnis in wenigen Sekunden

Berechnung läuft...

Berechnungsgrundlage: § 34 EStG (Fünftelregelung), § 32a EStG (Tarif 2026) | Stand: April 2026

Warum dieser Rechner genauer rechnet

  • Die Fünftelregelung (§ 34 EStG) rechnen wir exakt gegen den Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG) — nicht mit einem pauschalen Steuersatz.
  • Direkter Vergleich mit und ohne Fünftelregelung, damit du deinen echten Steuervorteil in Euro siehst statt nur einer Schätzung.
  • Steuerklasse, Bundesland und Kirchensteuer (8 % in BY/BW, sonst 9 %) fließen in die Berechnung ein.
  • Optionaler Schätzer der Abfindungshöhe nach § 1a KSchG mit der gesetzlichen Aufrundungsregel für Beschäftigungszeiten über 6 Monate.

Dieselbe Rechenlogik treibt unsere geprüfte REST-API · Logik & Werte gepflegt von , gegen Primärquellen (Gesetze, BMF/BA) geprüft.

Abfindung und Steuern

Eine Abfindung ist voll steuerpflichtig — es gibt keinen Freibetrag. Allerdings kann die Fünftelregelung (§ 34 EStG) die Steuerlast deutlich senken, indem die Progression abgemildert wird.

Seit 2025 wendet der Arbeitgeber die Fünftelregelung nicht mehr im Lohnsteuerabzug an. Du bekommst sie erst über die Einkommensteuererklärung zurück.

Quellen & Rechtsgrundlagen
  • § 34 EStG — Außerordentliche Einkünfte (Fünftelregelung)
  • § 24 EStG — Entschädigungen
  • § 32a EStG — Einkommensteuertarif 2026
  • § 1a KSchG — Abfindungshöhe bei betriebsbedingter Kündigung (0,5 Monatsgehälter/Jahr)

Vereinfachte Berechnung. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: April 2026.

Fünftelregelung erklärt

Wie die Fünftelregelung funktioniert, wann sie sich lohnt und was sich seit 2025 geändert hat.

→ Zum Ratgeber

Häufige Fragen

Was ist die Fünftelregelung?

Die Fünftelregelung (§ 34 EStG) verteilt die Steuer rechnerisch auf 5 Jahre, um die Progression zu mildern. So zahlst du weniger Steuer auf deine Abfindung.

Gilt die Fünftelregelung noch 2026?

Ja, aber nur noch über die Steuererklärung. Seit 2025 zieht der Arbeitgeber die volle Steuer ab, die Erstattung erfolgt über die Steuererklärung.

Wie viel Steuer muss ich auf eine Abfindung zahlen?

Das hängt von deinem regulären Einkommen und der Höhe der Abfindung ab. Mit Fünftelregelung liegt der effektive Steuersatz oft bei 30–40 %, ohne sie etwas höher. Eine Abfindung ist voll steuerpflichtig — es gibt keinen Freibetrag.

Wie viel Abfindung steht mir zu?

Bei betriebsbedingter Kündigung gilt nach § 1a KSchG als Regelhöhe 0,5 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr (über 6 Monate auf ein volles Jahr aufgerundet). Das ist eine Regelvermutung, kein automatischer Anspruch — verhandelbar sind oft 0,5 bis 1,5 Monatsgehälter pro Jahr. Schätze deine Höhe oben im Rechner.

Muss ich auf eine Abfindung Sozialversicherungsbeiträge zahlen?

Nein, echte Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes sind sozialversicherungsfrei. Es fallen nur Steuern an.

Wirkt sich die Abfindung auf das Arbeitslosengeld aus?

Eine Abfindung kürzt das ALG 1 grundsätzlich nicht. Bei einem Aufhebungsvertrag oder vorzeitiger Beendigung kann aber eine Sperrzeit oder ein Ruhen des Anspruchs drohen.

Zählt die Abfindung beim Bürgergeld als Vermögen?

Eine Abfindung wird beim Bürgergeld als Vermögen behandelt, nicht als laufendes Einkommen. Sie zählt erst, wenn sie das Schonvermögen übersteigt; in der Karenzzeit gilt ein erhöhter Schonbetrag.

Lohnt es sich, die Abfindung ins nächste Jahr zu verschieben?

Die Fünftelregelung setzt einen zusammengeballten Zufluss in einem Kalenderjahr voraus. Eine Verschiebung in ein Jahr mit niedrigerem Einkommen kann die Ersparnis erhöhen — ein Splitting auf zwei Jahre gefährdet die Fünftelregelung dagegen.

Rechenbeispiele nach Höhe