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GmbH-Steuerrechner 2026

Wie hoch ist die Gesamtsteuerbelastung deiner GmbH? Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Kapitalertragsteuer bei Ausschüttung — plus Vergleich zum Einzelunternehmen.

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Dieser Rechner ist kostenlos nutzbar. Die Ergebnisseite enthält als „Werbung“ gekennzeichnete Hinweise auf Finanzprodukte, aus denen wir bei Abschluss eine Provision erhalten. Dies beeinflusst die Berechnungsergebnisse nicht.

Gewinn der GmbH vor Körperschaft- und Gewerbesteuer

Hebesatz deiner Gemeinde (Bundesdurchschnitt ca. 400 %)

0 % = vollständige Thesaurierung, 100 % = Vollausschüttung

GmbH-Besteuerung auf einen Blick

Körperschaftsteuer

15 % + 5,5 % Soli = 15,825 %

Gewerbesteuer (400 % HS)

ca. 14 % (3,5 % × 400 %)

Thesaurierung gesamt

ca. 30 % (KSt + Soli + GewSt)

Bei Vollausschüttung

ca. 48 % Gesamtbelastung

Wie funktioniert die GmbH-Besteuerung?

Die Besteuerung einer GmbH läuft über zwei Ebenen: Zuerst zahlt die GmbH selbst Körperschaftsteuer (15 %) plus Soli (5,5 % auf die KSt) und Gewerbesteuer. Zusammen sind das rund 30 % bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 400 %.

Die zweite Ebene greift erst bei Ausschüttung an den Gesellschafter. Auf den ausgeschütteten Betrag fallen 25 % Kapitalertragsteuer plus 5,5 % Soli an — insgesamt 26,375 %. Das ergibt eine Gesamtbelastung von rund 48 %.

Der Trick bei der GmbH: Belässt du Gewinne in der Gesellschaft (Thesaurierung), zahlst du nur die ca. 30 % auf GmbH-Ebene. Das restliche Kapital kannst du innerhalb der GmbH reinvestieren. Die Kapitalertragsteuer fällt erst an, wenn du das Geld tatsächlich entnimmst.

Im Vergleich dazu zahlt ein Einzelunternehmer mit hohem Gewinn bis zu 45 % Einkommensteuer plus Soli plus Gewerbesteuer (abzüglich §35-Anrechnung). Ab ca. 80.000–100.000 EUR Gewinn kann die GmbH steuerlich vorteilhaft sein — wenn du nicht alles ausschütten musst.

Häufige Fragen zur GmbH-Besteuerung

Wie hoch ist die Körperschaftsteuer?

Die Körperschaftsteuer beträgt 15 % auf den Gewinn. Dazu kommt 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die KSt, also insgesamt 15,825 %. Anders als bei der Einkommensteuer gibt es keine Soli-Freigrenze für Körperschaften. Die Gewerbesteuer kommt noch obendrauf.

Wann lohnt sich eine GmbH steuerlich?

Eine GmbH lohnt sich steuerlich oft ab ca. 80.000–100.000 EUR Gewinn, besonders wenn Gewinne teilweise in der GmbH verbleiben. Bei Vollausschüttung ist der Vorteil geringer, da die Kapitalertragsteuer dazukommt. Bedenke auch die laufenden Kosten (Buchhaltung, Jahresabschluss, IHK-Beitrag).

Was passiert bei Thesaurierung?

Verbleibt der Gewinn in der GmbH, fallen nur KSt + Soli + GewSt an — zusammen ca. 30 %. Erst bei Ausschüttung an den Gesellschafter kommt die KapESt (26,375 %) dazu. Thesaurierung ist also steuerlich günstiger und lässt mehr Kapital zum Reinvestieren.

Was ist das Geschäftsführergehalt?

Als GmbH-Geschäftsführer kannst du dir ein Gehalt zahlen, das die GmbH als Betriebsausgabe absetzt. Dadurch sinkt der körperschaftsteuerpflichtige Gewinn. Das Gehalt versteuerst du als Einkommen — das ist oft günstiger als eine Ausschüttung mit KapESt.

GmbH oder Einzelunternehmen?

Bei niedrigen Gewinnen (unter 50.000 €) ist das Einzelunternehmen fast immer günstiger — keine Buchhaltungspflicht, keine KSt, und die Gewerbesteuer wird über §35 angerechnet. Ab 80.000–100.000 € Gewinn mit Thesaurierungsmöglichkeit wird die GmbH interessant. Nutz unseren Rechner, um den genauen Vergleich für deinen Gewinn zu sehen.

Gibt es eine Mindest-Gewerbesteuer?

Kapitalgesellschaften haben keinen Gewerbesteuer-Freibetrag und zahlen ab dem ersten Euro Gewerbeertrag. Dafür gibt es auch keine §35-Anrechnung — die Gewerbesteuer ist eine echte Zusatzbelastung. Details dazu findest du in unserem Gewerbesteuer-Rechner.

Ausführlicher Ratgeber

Drei Steuerebenen, Thesaurierung vs. Ausschüttung, Geschäftsführergehalt und Holding-Struktur.

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