Was ist Kurzarbeitergeld?
Kurzarbeitergeld (KUG) ist eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit. Es wird gezahlt, wenn ein Betrieb aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Arbeitszeit vorübergehend reduziert. Das KUG soll den Einkommensverlust der Arbeitnehmer teilweise ausgleichen und Entlassungen vermeiden.
Wie wird KUG berechnet?
- Soll-Entgelt: Dein normales Bruttogehalt (gekappt an der Beitragsbemessungsgrenze RV von 8.450 €/Monat)
- Ist-Entgelt: Dein gekürztes Bruttogehalt bei Kurzarbeit
- Pauschaliertes Netto: Beide Entgelte werden um Lohnsteuer und eine 20 %-SV-Pauschale bereinigt
- KUG-Betrag: Die Nettodifferenz wird mit 60 % (ohne Kinder) oder 67 % (mit Kindern) multipliziert
Progressionsvorbehalt beachten
KUG ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG. Das bedeutet: Das KUG erhöht den Steuersatz auf dein übriges steuerpflichtiges Einkommen. Dadurch kann es bei der Einkommensteuererklärung zu einer Nachzahlung kommen.