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Sechstelregelung beim Weihnachtsgeld 2026

Wie funktioniert die Sechstelregel und was hat sich seit 2025 geändert?

Was ist die Sechstelregel?

Die Sechstelregelung nach § 39b EStG ist ein Verfahren zur ermäßigten Besteuerung von einmaligen Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Boni. Sie verhindert, dass diese Zahlungen durch die Steuerprogression übermäßig hoch besteuert werden.

Änderung seit Januar 2025

Seit dem 1. Januar 2025 wendet der Arbeitgeber die Sechstelregel nicht mehr automatisch beim Lohnsteuerabzug an. Stattdessen wird die Sonderzahlung vollständig zum laufenden Gehalt addiert und auf ein Jahreseinkommen hochgerechnet. Das führt zu einem höheren Steuerabzug.

Die günstigere Besteuerung nach der Sechstelregel ist nur noch über die Einkommensteuererklärung (Anlage N) möglich. Dort wird die Tarifermäßigung nachträglich berechnet und der überzahlte Betrag erstattet.

So funktioniert die Berechnung

  1. Reguläre Hochrechnung: Der Arbeitgeber addiert die Sonderzahlung zum Monatsgehalt und rechnet auf 12 Monate hoch. Die Steuerdifferenz ergibt die Lohnsteuer auf den Bonus.
  2. Sechstelregel: Nur ein Sechstel der Sonderzahlung wird zum Monatsgehalt addiert. Die Steuerdifferenz wird mit 6 multipliziert — das ergibt eine niedrigere Steuer auf den gesamten Bonus.
  3. Erstattung: Die Differenz zwischen beiden Varianten bekommst du über die Steuererklärung zurück.

Wann lohnt sich die Steuererklärung?

Fast immer, wenn du eine Sonderzahlung erhalten hast. Je höher der Bonus im Verhältnis zum Monatsgehalt, desto größer die Ersparnis. Unser Weihnachtsgeld-Rechner zeigt dir die genaue Ersparnis für deine Situation.

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