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Über den Autor

Wer die Rechner schreibt und wie ich für ihre Richtigkeit sorge

Thomas Hakenes

Softwareentwickler · Autor und Betreiber von rechner-hub.de

Münster, Deutschland · kein Steuerberater

GitHub@rechner_hubImpressum

Wer hier schreibt

Ich bin Thomas Hakenes, Softwareentwickler aus Münster und der einzige Autor hinter rechner-hub.de. Ich habe jeden Rechner auf dieser Seite selbst entworfen, die Berechnungslogik geschrieben und die zugrunde liegenden Gesetze und amtlichen Formeln in nachvollziehbaren Code übersetzt.

Ich bin kein Steuerberater und behaupte das auch nicht. Meine Stärke ist die präzise, gegen die Primärquelle kreuzgeprüfte Umsetzung der Rechtslage in Software. Für verbindliche steuerliche Aussagen bleibt der Weg zum Steuerberater oder Finanzamt unverändert notwendig.

Wer hinter dieser Seite steht, ist keine Frage des Vertrauens: Name und ladungsfähige Anschrift stehen im Impressum. Falsche Zahlen fallen damit auf eine Person zurück und nicht auf ein anonymes Portal. Das ist genau der Anreiz, den es bei Geldbeträgen braucht.

Was hier entstanden ist

rechner-hub.de gibt es seit März 2026. Inzwischen stehen hier mehr als 90 Rechner, dazu Guide-Seiten, auf denen die Rechtslage hinter der jeweiligen Berechnung erklärt wird. Das reicht von Lohnsteuer und Sozialabgaben über Bürgergeld, Wohngeld und Elterngeld bis zu Grunderwerbsteuer und der Besteuerung von Kryptowährungen.

Das alles baue ich allein. Es gibt keine Redaktion, die Texte gegenliest, und keine Agentur, die Inhalte zuliefert. Der Vorteil daran ist, dass jede Zahl durch dieselben Hände geht und niemand eine Quelle „schon geprüft“ weiterreicht. Der Nachteil ist genauso offensichtlich: Es gibt kein zweites Paar Augen. Deshalb arbeite ich mit einer zweiten, unabhängig gebauten Implementierung derselben Berechnungen und lasse beide gegeneinander laufen. Das ersetzt keine Redaktion, fängt aber die Flüchtigkeitsfehler ab, die einem allein zwangsläufig unterlaufen.

Wie ich für Richtigkeit sorge

Jeder Wert in einem Rechner geht auf eine amtliche Primärquelle zurück: den Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums (PAP) für die Lohnsteuer, die veröffentlichten Beitragssätze der Sozialversicherungsträger, die Gesetzestexte auf gesetze-im-internet.de sowie BMF- und BMAS-Schreiben. Niemals gegen eine andere Webseite oder einen fremden Rechner, immer gegen die Quelle selbst.

Konkret durchläuft jeder neue Wert (ein Freibetrag, ein Beitragssatz, eine Steuerklasse-Grenze) denselben festen Ablauf:

  1. 1.Primärquelle ziehen: Gesetzestext, Bundesgesetzblatt/Bundesanzeiger oder amtliches Schreiben (BMF, BMAS, BMG, DRV, GKV-Spitzenverband, Bundesagentur für Arbeit).
  2. 2.Mit Fundstelle hinterlegen: der Wert landet in einer zentralen Werte-Basis, samt Quelle und Datum.
  3. 3.Automatisch gegenprüfen: ein Drift-Test hält Rechnerlogik und Werte-Basis konsistent; weicht etwas ab, stoppt der Deploy.
  4. 4.Sichtbar machen: §-Verweis plus ein durchgerechnetes Beispiel auf der Rechner-Seite.

Technisch heißt das: Geldbeträge werden mit exakter Dezimal-Arithmetik gerechnet (keine Rundungsfehler durch Gleitkomma), und vor jeder Veröffentlichung laufen 3.633 automatisierte Tests. 471 davon halten die Webapp per Cross-Validation gegen die separate Steuer-API: Gleiche Eingaben müssen in beiden Systemen dasselbe Ergebnis liefern, sonst geht die Änderung nicht online. Auf jeder Rechner-Seite steht ein durchgerechnetes Beispiel, dessen Zahlen direkt aus der echten Rechnerlogik erzeugt sind, nicht von Hand geschätzt. Die §-Verweise und Quellen stehen sichtbar auf jeder Seite, nicht versteckt im Code.

Diese Zahlen beweisen weniger, als sie klingen, und das sage ich lieber selbst: Ein Test vergleicht immer zwei Dinge, die ich beide gebaut habe. Liege ich bei der Auslegung einer Norm falsch, liegen Webapp und API gemeinsam falsch und alle Tests bleiben grün. Sicherheit kommt vom Nachlesen im Gesetzestext, nicht von der Testzahl. Wie dieser Ablauf im Einzelnen aussieht, steht auf der Seite Methodik.

Noch ein Punkt, den ich lieber selbst anspreche: wie diese Seiten entstehen. Die Rechenlogik ist eigene Arbeit. Jede Formel habe ich aus dem Gesetzestext oder dem amtlichen Programmablaufplan hergeleitet und als Code geschrieben, und die Werte dahinter stehen mit Fundstelle und Datum in der Werte-Basis.

Beim Formulieren der Texte nutze ich Sprachmodelle als Werkzeug, ähnlich wie einen Editor oder ein Nachschlagewerk. Was ich damit nicht mache: mir einen Steuerwert oder eine Rechtsaussage nennen lassen und sie so veröffentlichen. Jede Zahl und jeder §-Verweis hier ist von mir am Primärtext nachgelesen, bevor er online geht, und dasselbe gilt für jede Aussage darüber, was eine Norm bedeutet. Was ich nicht selbst an der Quelle prüfen konnte, steht nicht auf der Seite.

Was ich kann und was nicht

Ich halte es für wichtiger, die Grenzen klar zu benennen, als eine Kompetenz zu behaupten, die ich nicht habe. Also der Reihe nach.

Was ich nicht mache: keine Beratung zu deinem Einzelfall, keine Gestaltungsempfehlung, wie sich Steuern optimieren lassen, und keine Aussage dazu, wie ein Finanzamt oder eine Behörde in deiner Sache entscheiden wird. Ich prüfe keine Bescheide und lege keine Rechtsmittel aus. Für all das brauchst du jemanden mit Zulassung, und das bin ich nicht.

Was ich mitbringe: die Geduld, eine Norm wirklich zu Ende zu lesen. Das klingt banal, ist aber die Stelle, an der die meisten Rechenfehler entstehen. Ein Paragraf verweist auf einen anderen, dieser enthält eine Ausnahme, und die Ausnahme dreht die ursprüngliche Aussage um. Wer nur den ersten Satz liest, rechnet danach zuverlässig falsch. Dazu kommt die Erfahrung, so etwas in Code zu übersetzen, der nachvollziehbar bleibt und sich testen lässt.

Wo eine Berechnung an ihre Grenze stößt, steht das auf der Rechner-Seite und nicht im Kleingedruckten. Welche Vereinfachungen die Rechner treffen, habe ich unter Methodik aufgeschrieben.

Wie ein Rechner hier entsteht

Am Anfang steht fast immer eine Frage, die Leute tatsächlich stellen. Wie viel bleibt vom Weihnachtsgeld übrig? Lohnt sich der Minijob neben der Rente? Was ändert sich, wenn ich in Steuerklasse 3 wechsle? Aus so einer Frage wird erst dann ein Rechner, wenn sich dafür eine saubere Rechtsgrundlage finden lässt. Themen, bei denen die Antwort „kommt darauf an“ lautet und bleibt, eignen sich nicht.

Danach lese ich die einschlägigen Normen und schreibe die Rechenlogik als eigenständigen Baustein, der nichts von Webseiten weiß. Das hat einen praktischen Grund: So lässt er sich isoliert gegen Beispielrechnungen prüfen, bevor irgendeine Oberfläche existiert. Erst wenn diese Beispiele stimmen, kommen Formular und Ergebnisseite dazu.

Zum Schluss die Guide-Seite, auf der die Rechtslage in normalem Deutsch steht, mit Paragraf und einem durchgerechneten Fall. Veröffentlicht wird erst, wenn die Zahlen im Beispieltext und die Zahlen aus der Engine identisch sind. Ein Beispiel, das von Hand getippt wurde und irgendwann still von der Berechnung abweicht, ist schlimmer als gar keines.

Womit ich arbeite

Die Steuer- und Sozialversicherungslogik ist vollständig selbst geschrieben. Ich kaufe keine Berechnungsbibliothek ein und rufe keinen fremden Dienst auf, dessen Ergebnis ich nicht nachvollziehen könnte. Das ist mehr Arbeit, aber es ist die Voraussetzung dafür, dass ich bei einer Abweichung überhaupt sagen kann, woher sie kommt.

Die Lohnsteuer folgt dem amtlichen Programmablaufplan, den das Bundesfinanzministerium jährlich veröffentlicht. Damit rechne ich nicht gegen meine eigene Auslegung, sondern gegen eine Vorgabe, die von der Finanzverwaltung selbst stammt. Externe Daten hole ich nur dort, wo sie sich nicht aus dem Gesetz ergeben, etwa Wechselkurse für die Krypto-Rechner.

Alles läuft auf einem eigenen Server in Deutschland. Der Quellcode der API-Seite und die Werkzeuge drumherum liegen offen auf GitHub.

Wie ich mit Fehlern umgehe

Ich mache welche. Bei mehr als 90 Rechnern, die auf laufend geändertem Recht aufsetzen, wäre alles andere unglaubwürdig. Interessant ist nicht, ob ein Fehler passiert, sondern was danach damit geschieht.

Jede Meldung prüfe ich an der Primärquelle nach, nicht an der Seite, auf der der Fehler steht. Bestätigt sich der Verdacht, korrigiere ich den Wert und suche anschließend im gesamten Bestand nach derselben Zahl. Eine falsche Angabe steht selten nur an einer Stelle, und die zweite Fundstelle ist die, die man vergisst.

Eigene Korrekturen veröffentliche ich datiert unter Aktualisierungen, zusammen mit den Gesetzesänderungen. Ein Rechner, der nie einen Fehler eingeräumt hat, ist nicht fehlerfrei. Er sagt es dir nur nicht.

Aktualität

Gesetzesänderungen und neue Jahreswerte arbeite ich laufend ein: spätestens im Januar eines neuen Jahres, bei unterjährigen Reformen zeitnah zum Inkrafttreten. Das Aktualisierungsdatum ist auf jeder Rechner-Seite sichtbar angegeben.

Zwei Termine prägen den Rhythmus. Zum Jahreswechsel ändern sich Tarif, Freibeträge, Beitragsbemessungsgrenzen und die Sachbezüge, das betrifft nahezu jeden Rechner gleichzeitig. Zum 1. Juli greifen traditionell die Anpassungen bei Renten und mehreren Sozialleistungen. Dazwischen liegen die unplanbaren Fälle: ein Gesetz, das kurzfristig beschlossen wird, oder ein Urteil, das eine bisher gefestigte Auslegung kippt.

Ehrlich bleiben gehört dazu: Ein Projekt, das eine Person betreibt, ist bei so etwas nicht in derselben Stunde aktuell wie eine Redaktion mit Bereitschaftsdienst. Wenn ein Wert noch nicht nachgezogen ist, findest du das Datum des letzten Stands auf der Seite und kannst selbst einordnen, ob er zu deinem Zeitraum passt. Mir ist ein sichtbar veraltetes Datum lieber als eine frische Zahl, die niemand geprüft hat.

Unabhängigkeit

Die Berechnungsergebnisse sind vollständig unabhängig von Werbeeinnahmen oder Partnerprovisionen. Als „Werbung“ gekennzeichnete Hinweise auf externe Finanzprodukte haben keinen Einfluss auf die Rechenwerte. Sie finanzieren den kostenlosen Betrieb der Seite.

Konkret heißt das: Kein Rechner bevorzugt ein Produkt, kein Ergebnis wird geschoben, damit ein Angebot günstiger aussieht. Wenn eine Berechnung ergibt, dass sich etwas nicht lohnt, steht das da. Das ist keine Großzügigkeit, sondern Eigennutz: Eine Seite, deren Zahlen sich nach dem Werbepartner richten, ist wertlos, und dann kann ich sie auch abschalten.

Dazu passt, dass die Rechner nichts von dir speichern. Es gibt keinen Login und keine Registrierung, deine Eingaben werden für die Berechnung verwendet und danach nicht abgelegt. Was das technisch bedeutet, steht im Datenschutz-Versprechen.

Kontakt

Am meisten hilft mir eine Meldung, die ich nachstellen kann. Also: welche Seite, welche Eingaben, welches Ergebnis hättest du erwartet. Wenn du weißt, woher deine Erwartung stammt, etwa aus einem Bescheid oder einer Gehaltsabrechnung, schreib es dazu. Dann sehe ich sofort, ob wir von derselben Rechtslage ausgehen.

Was danach passiert: Ich rechne den Fall nach und prüfe die strittige Zahl an der Primärquelle, nicht an meiner eigenen Seite. Bestätigt sich der Fehler, korrigiere ich ihn, suche im ganzen Bestand nach derselben Angabe und vermerke die Korrektur datiert unter Aktualisierungen. Liegt kein Fehler vor, sage ich dir, welche Norm zu welchem Ergebnis führt. Da ich das neben allem anderen mache, kann eine Antwort ein paar Tage dauern.

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