Ehegattenunterhalt berechnen 2026
Nachehelicher Unterhalt nach §§ 1569 ff. BGB — Quotenmethode der Leitlinien NRW 2026 mit Erwerbstätigenbonus und Selbstbehalt.
Berechnungsgrundlage: §§ 1569 ff., 1578 BGB, Leitlinien NRW 2026 (OLG Düsseldorf/Hamm/Köln) | Keine Rechtsberatung | Stand: Juni 2026
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Nachehelicher Unterhalt 2026: Eigenverantwortung mit Ausnahmen
Nach der Scheidung gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung (§ 1569 BGB): Jeder Ehegatte sorgt selbst für seinen Unterhalt. Ein Anspruch besteht nur bei einem gesetzlichen Tatbestand — Betreuung gemeinsamer Kinder (§ 1570, mindestens bis zum 3. Geburtstag), Alter (§ 1571), Krankheit (§ 1572), Erwerbslosigkeit/Aufstockung (§ 1573), Ausbildung (§ 1575) oder Billigkeit (§ 1576).
Die Höhe richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen (§ 1578 BGB) — gerechnet wie beim Trennungsunterhalt mit der 45-%-Quote der Leitlinien NRW 2026. Nach § 1578b BGB kann der Anspruch herabgesetzt oder befristet werden, wenn keine ehebedingten Nachteile fortbestehen.
Hinweis: Die Leitlinien anderer OLG-Bezirke können im Detail abweichen. Der Unterhalt ist monatlich im Voraus zu zahlen (§ 1585 BGB). Ob ein Tatbestand vorliegt, klärt der Rechner nicht — das ist eine Einzelfallfrage.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- § 1569 BGB — Grundsatz der Eigenverantwortung
- § 1578 BGB — Maß des Unterhalts (eheliche Lebensverhältnisse)
- § 1578b BGB — Herabsetzung und Befristung
- OLG Düsseldorf — Leitlinien NRW 2026 + Düsseldorfer Tabelle (Ziff. 15.2: Quote, Ziff. 21.4: Selbstbehalt)
Alle Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Stand: Juni 2026.
Häufige Fragen
Wann gibt es nach der Scheidung Ehegattenunterhalt?
Nach der Scheidung gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung (§ 1569 BGB). Unterhalt gibt es nur bei einem gesetzlichen Tatbestand: Betreuung gemeinsamer Kinder (§ 1570), Alter (§ 1571), Krankheit (§ 1572), Erwerbslosigkeit oder Aufstockung (§ 1573), Ausbildung (§ 1575) oder Billigkeitsgründe (§ 1576).
Wie hoch ist der Ehegattenunterhalt 2026?
Maßstab sind die ehelichen Lebensverhältnisse (§ 1578 BGB). Nach den Leitlinien NRW 2026 erhält der Berechtigte 45 % der Differenz der bereinigten Erwerbseinkommen (Erwerbstätigenbonus 1/10). Kindesunterhalt wird vorab abgezogen, dem Pflichtigen bleiben mindestens 1.600 € (erwerbstätig) bzw. 1.475 €.
Wie lange muss Ehegattenunterhalt gezahlt werden?
Unbegrenzt ist der Anspruch selten: Nach § 1578b BGB kann der Unterhalt herabgesetzt oder befristet werden, wenn keine ehebedingten Nachteile (z.B. durch Kinderbetreuung) fortbestehen. Maßgeblich sind Ehedauer, Rollenverteilung und Erwerbsbiografie — das entscheidet das Familiengericht im Einzelfall.