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Sparrechner

Wie viel wird aus deiner monatlichen Sparrate? Mit Zinseszins über die Jahre.

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Betrag, den du bereits gespart hast und sofort einlegst — z. B. ein bestehendes Tagesgeldguthaben. Wenn du von null startest, lässt du dieses Feld einfach auf 0.
Der Betrag, den du jeden Monat zusätzlich einzahlst. Der Rechner geht von einer gleichbleibenden nachschüssigen Rate aus — also einer Einzahlung am Monatsende.
Jährlicher Zinssatz (p. a. = per annum) deines Sparkontos oder Wertpapier-Sparplans. Den aktuellen Zinssatz findest du in den Produktbedingungen deiner Bank oder im Wertpapier-Prospekt.
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Wie viele Jahre möchtest du regelmäßig einzahlen? Der Rechner addiert alle monatlichen Raten über diesen Zeitraum und rechnet den Zinseszins ein.
Jahre

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Berechnungsgrundlage: Rentenendwert-Formel (nachschüssige monatliche Sparrate), ohne Steuern und Inflation. | Stand: Juni 2026

Sparen mit Zinseszins

Jede monatliche Sparrate wird ab Einzahlung verzinst — und die Zinsen werden wieder mitverzinst. Über lange Zeiträume macht dieser Zinseszinseffekt oft mehr aus als die Einzahlungen selbst.

Du legst nur einmalig an, ohne monatliche Rate? Dann ist der Zinseszinsrechner passender. Für einen ETF-Sparplan mit Steuer nutze den ETF-Sparplan-Rechner.

Praxisbeispiel: 200 € im Monat sparen

Du startest mit 10.000 € und legst 15 Jahre lang 200 € im Monat zu 5 % an. Aus Einzahlungen plus Zinseszins wird:

PositionBetrag
Startkapital10.000,00 €
Sparraten (180 × 200 €)36.000,00 €
Zinsertrag+ 28.594,83 €
Endkapital nach 15 Jahren74.594,83 €

Eingezahlt hast du insgesamt 46.000 € (10.000 € Start + 180 × 200 €), herausbekommen 74.594,83 €. Der Zinsertrag von rund 28.595 € macht damit über 60 % deiner Einzahlungen aus — je länger der Sparplan läuft, desto mehr Arbeit übernimmt der Zinseszins.

Sparrate und Zeit als Stellschrauben

Zwei Größen bestimmen das Ergebnis: die monatliche Rate und die Laufzeit. Eine höhere Rate wirkt sofort, mehr Zeit wirkt exponentiell — die späten Jahre bringen den größten Zuwachs, weil dann das meiste Kapital mitverzinst wird. Wichtig: Dieser Rechner lässt Steuern und Inflation außen vor. Was nach Abgeltungsteuer und Geldentwertung real übrig bleibt, zeigen dir der ETF-Sparplan-Rechner und der Inflationsrechner. Immerhin bleiben Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) steuerfrei — erst darüber greift die Abgeltungsteuer von 25 %.

Was zwei Prozentpunkte Rendite ausmachen

Gleiches Setup wie im Praxisbeispiel (10.000 € Start, 200 € monatlich, 15 Jahre), nur der Zins variiert: Bei 3 % stehen am Ende 61.069 €, bei 5 % sind es 74.595 €, bei 7 % schon 91.882 € — jeweils auf dieselben 46.000 € Einzahlungen. Zwei Prozentpunkte mehr Rendite bringen hier also über 17.000 € Unterschied, von 3 auf 7 % sind es mehr als 30.000 €. Deshalb lohnt der Vergleich zwischen Tagesgeld, Festgeld und breit gestreutem ETF-Sparplan mehr als jede Ratenoptimierung.

Was der Rechner nicht abbildet

Der Rechner unterstellt einen konstanten Zins über die gesamte Laufzeit — real schwanken Zinsen und Börsenrenditen, und gerade bei Aktien-Sparplänen sagt der Durchschnitt nichts über die Reihenfolge der guten und schlechten Jahre. Steuern (Abgeltungsteuer oberhalb des Sparerpauschbetrags) und Inflation bleiben bewusst außen vor — dafür sind ETF-Sparplan-Rechner und Inflationsrechner verlinkt.

Warum ein Sparplan anders rechnet als eine Einmalanlage

Bei einer Einmalanlage arbeitet der gesamte Betrag von Anfang an. Bei einem Sparplan kommt jeden Monat ein Stück dazu, und jede Rate hat eine eigene Laufzeit: Die erste wird volle 30 Jahre verzinst, die letzte gar nicht mehr. Der Endwert ist deshalb die Summe vieler unterschiedlich lang verzinster Beträge:

Endkapital = Startkapital × (1+z)n + Rate × ((1+z)n − 1) / z

z = Monatszins, n = Anzahl Monate

Praktisch heißt das: Der Zinseszinseffekt braucht bei einem Sparplan länger, bis er sichtbar wird, weil das Kapital erst aufgebaut werden muss. Dafür wird er dann umso deutlicher.

200 € monatlich, 5 %eingezahltZinsenEndkapital
nach 10 Jahren24.000 €7.056,46 €31.056,46 €
nach 20 Jahren48.000 €34.206,73 €82.206,73 €
nach 30 Jahren72.000 €94.451,73 €166.451,73 €

Nach zehn Jahren stammen knapp 23 % des Kapitals aus Zinsen. Nach 30 Jahren sind es mehr als die Hälfte: 94.451,73 € Zinsen gegenüber 72.000 € eigener Einzahlung. Den Kipppunkt, an dem die Zinsen die Einzahlungen übersteigen, erreicht dieser Sparplan im 26. Jahr.

Rate, Rendite oder Zeit: welche Stellschraube wirkt

Drei Größen bestimmen das Ergebnis, und sie wirken unterschiedlich stark. Alle Varianten hier gegen die Basis von 200 € monatlich, 5 % und 20 Jahren (82.206,73 €):

ÄnderungEndkapitalDifferenz
Rate 300 statt 200 €123.310,10 €+41.103,37 €
10.000 € Startkapital109.333,14 €+27.126,41 €
30 statt 20 Jahre166.451,73 €+84.245,00 €

Zehn Jahre länger sparen bringt hier mehr als die Rate um die Hälfte zu erhöhen, obwohl in beiden Fällen 24.000 € zusätzlich eingezahlt werden. Der Unterschied ist die Verzinsungsdauer.

Die Rendite wirkt über lange Zeiträume ebenfalls stark: Bei 30 Jahren und 200 € monatlich stehen 116.547,38 € bei 3 % gegen 243.994,20 € bei 7 %. Vier Prozentpunkte verdoppeln das Ergebnis mehr als. Deshalb lohnt der Blick auf laufende Kosten eines Produkts, die genau hier abgehen.

Was in diesen Zahlen fehlt

Dieser Rechner arbeitet bewusst ohne Steuern und ohne Inflation, mit einem konstanten Zins. Das macht ihn vergleichbar, aber optimistisch. Drei Korrekturen gehören dazu.

Steuern. Auf Kapitalerträge fällt Abgeltungsteuer an, dazu Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, oberhalb des Sparer-Pauschbetrags. Bei Fonds und ETFs kommen Vorabpauschale und Teilfreistellung hinzu. Wer genau das abgebildet haben will, nutzt den ETF-Sparplan-Rechner.

Inflation. 166.451,73 € nach 30 Jahren entsprechen bei 2 % Teuerung rund 91.893 € heutiger Kaufkraft. Der Betrag ist real also rund 45 % kleiner, als er aussieht. Nachrechnen lässt sich das im Inflationsrechner.

Konstanz. Ein fester Zins über 30 Jahre existiert bei Tages- und Festgeld, nicht am Aktienmarkt. Dort ist die angenommene Rendite ein langjähriger Mittelwert, um den die tatsächlichen Jahre teils erheblich schwanken. Das Endergebnis hängt dann auch davon ab, wann die guten und die schlechten Jahre lagen.

Häufige Fragen

Wie berechnet sich das Endkapital eines Sparplans?

Aus Startkapital, monatlicher Sparrate, Zinssatz und Laufzeit. Jede Sparrate wird ab Einzahlung mitverzinst — am Ende steht das Endkapital aus Einzahlungen plus Zinseszins.

Ab wann übersteigen die Zinsen meine Einzahlungen?

Bei 200 € monatlich und 5 % Rendite im 26. Jahr. Nach 10 Jahren machen die Zinsen erst knapp 23 % des Kapitals aus (7.056,46 € von 31.056,46 €), nach 30 Jahren mehr als die Hälfte (94.451,73 € Zinsen gegenüber 72.000 € Einzahlung).

Was bringt mehr — höhere Rate oder längere Laufzeit?

Meist die Laufzeit. Von der Basis 200 € / 5 % / 20 Jahre aus bringen zehn zusätzliche Jahre 84.245 € mehr, eine Erhöhung der Rate auf 300 € nur 41.103,37 € — obwohl in beiden Fällen 24.000 € zusätzlich eingezahlt werden. Der Unterschied ist die Verzinsungsdauer der zusätzlichen Beträge.

Wie stark wirkt sich die Rendite aus?

Über lange Zeiträume sehr stark. Bei 200 € monatlich über 30 Jahre stehen 116.547,38 € bei 3 % gegen 243.994,20 € bei 7 %. Vier Prozentpunkte mehr als verdoppeln das Ergebnis — deshalb schlagen laufende Produktkosten hier unmittelbar durch.

Was bleibt nach Inflation übrig?

Deutlich weniger. 166.451,73 € nach 30 Jahren entsprechen bei 2 % Teuerung rund 91.893 € heutiger Kaufkraft, der Betrag ist real also rund 45 % kleiner. Für die Planung zählt die reale Rendite, nicht die nominale.

Worin unterscheidet sich der Sparrechner vom ETF-Sparplan-Rechner?

Der Sparrechner rechnet generisch ohne Steuern und Inflation mit konstantem Zins. Der ETF-Sparplan-Rechner berücksichtigt zusätzlich Abgeltungsteuer, Vorabpauschale und Teilfreistellung.

Was bedeutet nachschüssige Sparrate?

Nachschüssig heißt: Die Sparrate wird am Ende des Monats eingezahlt und ab dem Folgemonat verzinst. Das ist die übliche Annahme bei Sparplänen. Vorschüssige Einzahlung am Monatsanfang ergibt einen minimal höheren Endwert, weil jede Rate einen Monat länger arbeitet.

Welcher Zinssatz ist für eine Hochrechnung realistisch?

Das hängt von der Anlageform ab. Bei Festgeld ist ein konstanter Satz für die vereinbarte Laufzeit sachlich korrekt. Bei Tagesgeld ist der Zins jederzeit änderbar, eine 30-Jahres-Projektion damit wenig belastbar. Bei Aktien-ETFs beschreibt ein angenommener Mittelwert ein Szenario, keinen Pfad. Faustregel: je höher der angesetzte Zins, desto mehr ist das Ergebnis ein Was-wäre-wenn.

Warum ist das Ergebnis niedriger als bei einer Einmalanlage?

Weil bei einem Sparplan nicht der ganze Betrag von Anfang an arbeitet. Die erste Rate wird die volle Laufzeit verzinst, die letzte gar nicht mehr. Der Zinseszinseffekt braucht deshalb länger, bis er sichtbar wird — dafür wirkt er dann umso deutlicher.

Welcher Zinssatz ist realistisch?

Der Rechner nimmt jeden Wert an, den du eingibst. Ob er realistisch ist, hängt davon ab, wo das Geld liegt. Die grobe Ordnung sieht so aus:

  • Tagesgeld. Jederzeit verfügbar, Zins variabel und jederzeit änderbar. Taugt für den Notgroschen, nicht für 30-Jahres-Projektionen, weil der Zins in keiner Weise zugesagt ist.
  • Festgeld. Zins für die Laufzeit garantiert, dafür kein Zugriff. Hier ist eine Hochrechnung mit konstantem Satz sachlich korrekt, allerdings nur für die vereinbarte Dauer. Was danach kommt, weiß niemand.
  • Banksparplan. Oft mit Staffelzins, der erst nach Jahren die beworbene Höhe erreicht. Der Durchschnittszins liegt dann deutlich unter der Schlagzeile.
  • Breit gestreute Aktien-ETFs. Historisch die höchsten Erträge, aber ohne jede Zusage und mit teils langen Verlustphasen. Ein angenommener Mittelwert beschreibt hier ein Szenario, keinen Pfad.

Eine nüchterne Faustregel: Je höher der eingesetzte Zins, desto weniger ist das Ergebnis eine Prognose und desto mehr ein Was-wäre-wenn. Wer plant, rechnet besser mit einem konservativen Wert und freut sich über mehr, als umgekehrt.

Begriffe kurz erklärt

Nachschüssig:
Die Rate wird am Ende des Monats eingezahlt und ab dem Folgemonat verzinst. Übliche Annahme bei Sparplänen, auch hier verwendet.
Vorschüssig:
Einzahlung am Monatsanfang. Ergibt einen minimal höheren Endwert, weil jede Rate einen Monat länger arbeitet.
Endkapital:
Summe aus allen Einzahlungen und den darauf angefallenen Zinsen am Ende der Laufzeit.
Zinsertrag:
Endkapital abzüglich der Summe deiner Einzahlungen. Der Teil, der nicht von dir kommt.
Staffelzins:
Ein Zinssatz, der erst im Lauf der Jahre steigt. Der beworbene Spitzenwert gilt oft nur für die letzten Jahre.
Sparer-Pauschbetrag:
Der Betrag an Kapitalerträgen, der jährlich steuerfrei bleibt. Darüber fällt Abgeltungsteuer an.