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Inflationsrechner

Wie viel ist dein Geld in einigen Jahren noch wert? Kaufkraftverlust auf einen Blick.

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Trag hier den Betrag ein, dessen Kaufkraft du berechnen möchtest – zum Beispiel deine Ersparnisse oder einen geplanten Geldbetrag in Euro. Kommazahlen kannst du mit Punkt oder Komma schreiben.
Die jährliche Inflationsrate in Prozent, die du als Annahme nutzen möchtest. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig rund 2 % an – den tatsächlichen Wert veröffentlicht das Statistische Bundesamt (destatis.de).
%
Die Anzahl der Jahre, für die du den Kaufkraftverlust berechnen möchtest. Gib eine ganze Zahl zwischen 1 und 100 ein – zum Beispiel den Zeitraum bis zur Rente oder bis zu einem geplanten Kauf.
Jahre

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Berechnungsgrundlage: Kaufkraft-Modell mit konstanter Inflationsrate. | Stand: Juni 2026

Was Inflation mit deinem Geld macht

Inflation bedeutet: Für denselben Betrag bekommst du im Lauf der Jahre weniger. Geld, das auf dem Konto liegt und nicht verzinst wird, verliert so schleichend an Wert.

Wie du mit Sparen gegenhältst, zeigt der Sparrechner. Die reine Verzinsung einer Anlage rechnet der Zinseszinsrechner.

Praxisbeispiel: 10.000 € bei 2 % Inflation

Du legst 10.000 € für 15 Jahre zur Seite, ohne sie anzulegen, und rechnest mit einer durchschnittlichen Inflation von 2 % pro Jahr:

PositionBetrag
Heutiger Betrag10.000,00 €
Realer Wert nach 15 Jahren7.429,13 €
Kaufkraftverlust− 2.570,87 € (25,71 %)

Für deine 10.000 € kannst du dir nach 15 Jahren also nur noch so viel kaufen wie heute für rund 7.429 €. Umgekehrt bräuchtest du dann 13.458,68 €, um die heutige Kaufkraft von 10.000 € zu halten. Beide Zahlen sind zueinander invers: 10.000 geteilt durch 1,0215 ergibt den einen Wert, 10.000 mal 1,0215 den anderen.

Warum schon 2 % so viel ausmachen

Inflation wirkt wie Zinseszins, nur in die falsche Richtung: Der Verlust baut sich Jahr für Jahr auf den bereits geschrumpften Betrag auf. Deshalb sind es bei 2 % nach 10 Jahren schon rund 18 % Kaufkraftverlust, nach 15 Jahren knapp 26 %. Je höher die Rate, desto schneller: Bei 4 % halbiert sich die Kaufkraft in rund 18 Jahren, bei 7 % schon nach gut zehn. Wer sein Geld schützen will, muss eine Rendite oberhalb der Inflationsrate erzielen; alles darunter bedeutet real einen Verlust.

Wie du dein Geld vor Inflation schützt

Gegen die schleichende Entwertung hilft nur, das Geld arbeiten zu lassen. Auf dem Girokonto verliert es real jedes Jahr; Tagesgeld und Festgeld federn die Inflation ab, schlagen sie aber selten dauerhaft. Langfristig gelten breit gestreute Aktien-ETFs und Sachwerte wie Immobilien als klassischer Inflationsschutz, weil ihre Preise mit der Geldentwertung tendenziell mitsteigen — allerdings mit höherem Risiko und Schwankungen. Entscheidend ist am Ende die reale Rendite: Erst was nach Abzug der Inflation übrig bleibt, vermehrt deine Kaufkraft wirklich. Rechne deshalb nie nur mit dem Nominalzins, sondern ziehe immer die erwartete Teuerung ab.

Wie der Kaufkraftverlust korrekt gerechnet wird

Der reale Wert eines Betrags entsteht durch Deflationierung mit dem Preisindex. Du teilst den Betrag durch den aufgezinsten Preisfaktor:

realer Wert = Betrag / (1 + i)n

benötigt     = Betrag × (1 + i)n

i = Inflationsrate als Dezimalzahl, n = Jahre

Häufig kursiert die Abkürzung Betrag × (1 − i)n. Sie sieht ähnlich aus, beantwortet aber eine andere Frage: Sie unterstellt, dass der Geldwert selbst jedes Jahr um i schrumpft, statt die Preise um i steigen zu lassen. Bei niedrigen Raten fällt der Unterschied kaum auf, bei hohen deutlich.

1.000 € nach 10 Jahrenkorrekt: / (1+i)nAbkürzung: × (1−i)n
bei 2 %820,35 €817,07 €
bei 5 %613,91 €598,74 €
bei 10 %385,54 €348,68 €

Die Probe ist einfach: Wenn du 1.218,99 € brauchst, um die Kaufkraft von 1.000 € nach zehn Jahren bei 2 % zu halten, dann muss der reale Wert von 1.000 € genau 1.000 ÷ 1,21899 sein, also 820,35 €. Jede Formel, die hier etwas anderes ausgibt, widerspricht ihrer eigenen zweiten Hälfte. Dieser Rechner nutzt die Deflationierung.

Realzins: was nach der Inflation übrig bleibt

Ob dein Geld wächst oder schrumpft, entscheidet nicht der Zins auf dem Kontoauszug, sondern der Realzins. Die grobe Faustregel lautet Nominalzins minus Inflationsrate. Exakt ist es etwas weniger:

Realzins = (1 + Nominalzins) / (1 + Inflation) − 1

Bei 3 % Zins und 2 % Inflation ergibt die Faustregel 1,00 %, die exakte Rechnung 0,98 %. Für überschlägige Betrachtungen reicht die Faustregel, bei hohen Raten wird die Abweichung spürbar.

Praktisch heißt das: Ein Tagesgeldkonto mit 2 % Zins bei 2 % Inflation erhält die Kaufkraft gerade so, es vermehrt sie nicht. Liegt der Zins darunter, verlierst du real, auch wenn der Kontostand steigt. Und der Nominalzins wird zusätzlich besteuert: Auf Zinserträge fällt Abgeltungsteuer an, oberhalb des Sparer-Pauschbetrags. Versteuert wird der nominale Ertrag, nicht der reale. Bei 2 % Zins und 2 % Inflation zahlst du also Steuern auf einen Gewinn, den es real gar nicht gibt.

Was die Inflationsrate überhaupt misst

Die amtliche Teuerungsrate in Deutschland ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex, den das Statistische Bundesamt monatlich aus einem festgelegten Warenkorb ermittelt. Dieser Korb bildet die Ausgaben eines Durchschnittshaushalts ab, gewichtet nach Anteilen: Wohnen und Energie wiegen schwer, Bildung wenig.

Daraus folgt der wichtigste Vorbehalt: Deine persönliche Inflation weicht ab. Wer einen großen Teil des Einkommens für Miete und Heizung ausgibt, spürt einen Energiepreisschub stärker als der Durchschnitt. Wer im Eigenheim wohnt und wenig pendelt, weniger. Die gefühlte Inflation liegt deshalb oft über der gemessenen, ohne dass eine der beiden Zahlen falsch wäre.

Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Rate von 2 % an, gemessen am harmonisierten Index für den gesamten Euroraum. Dieser Zielwert ist der Grund, warum 2 % die übliche Planungsannahme für lange Zeiträume sind. Er ist eine Zielgröße, keine Garantie: Einzelne Jahre lagen deutlich darüber und darunter. Für eine Planung über 20 oder 30 Jahre ist der Zielwert trotzdem die vernünftigere Annahme als die Rate des letzten Jahres.

Die andere Seite: Inflation entwertet auch Schulden

Was für Guthaben ein Verlust ist, ist für Kredite ein Vorteil. Eine Restschuld von 200.000 € in zehn Jahren entspricht bei 2 % Inflation heutiger Kaufkraft von rund 164.070 €. Die nominale Rate bleibt gleich, dein Einkommen steigt aber tendenziell mit der Teuerung. Gemessen an dem, was du dafür arbeiten musst, wird die Rate im Zeitverlauf leichter.

Das gilt allerdings nur für fest verzinste Schulden. Bei variablem Zins holt sich der Kreditgeber die Teuerung über steigende Zinsen zurück, und die Entlastung entfällt. Und die Voraussetzung, dass dein Einkommen mitsteigt, ist keine Selbstverständlichkeit. Was von einer Gehaltserhöhung netto ankommt, zeigt der Gehaltserhöhungsrechner.

Die 72er-Regel für den Kopf

Wenn du kein Rechenwerkzeug zur Hand hast: Teile 72 durch die Inflationsrate, und du bekommst ungefähr die Zahl der Jahre, nach denen sich die Kaufkraft halbiert.

  • bei 2 %: 72 / 2 = 36 Jahre (exakt 35,0)
  • bei 4 %: 72 / 4 = 18 Jahre (exakt 17,7)
  • bei 7 %: 72 / 7 ≈ 10 Jahre (exakt 10,2)

Dieselbe Regel funktioniert in die andere Richtung für Rendite: Bei 6 % Rendite verdoppelt sich ein Kapital in rund zwölf Jahren. Genau dieser Gegensatz ist der Kern der Sache. Inflation und Rendite sind derselbe Zinseszinsmechanismus mit unterschiedlichem Vorzeichen, und welcher von beiden dein Vermögen dominiert, entscheidet sich daran, ob deine Anlage die Teuerung schlägt. Was ein Sparplan über die Jahre daraus macht, zeigt der Sparplan-Rechner, den reinen Zinseszinseffekt der Zinseszinsrechner.

Häufige Fragen

Wie wirkt sich Inflation auf mein Geld aus?

Inflation senkt die Kaufkraft: Für denselben Geldbetrag bekommst du im Lauf der Jahre weniger. Bei 2 % Inflation verliert ein Betrag in 10 Jahren rund 18 % seiner Kaufkraft, in 20 Jahren rund 33 %.

Wie berechnet man den Kaufkraftverlust?

Durch Deflationierung mit dem Preisindex: realer Wert = Betrag / (1 + Inflationsrate)^Jahre. Die Differenz zum Ausgangsbetrag ist der Kaufkraftverlust. Nicht zu verwechseln mit der kursierenden Abkürzung Betrag × (1 − Inflationsrate)^Jahre — die unterstellt einen jährlich schrumpfenden Geldwert statt steigender Preise und überzeichnet den Verlust, bei 10 % über 10 Jahre um rund 10 %.

Wie hoch ist die Inflation in Deutschland?

Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig rund 2 % an. Die tatsächliche Teuerung schwankt je nach Jahr und Warenkorb — dieser Rechner nutzt eine konstante Annahme als Modellwert.

Was ist der Realzins?

Der Zins nach Abzug der Inflation. Faustregel: Nominalzins minus Inflationsrate. Exakt: (1 + Nominalzins) / (1 + Inflation) − 1. Bei 3 % Zins und 2 % Inflation sind das 0,98 % statt der überschlägigen 1,00 %.

Warum weicht meine gefühlte Inflation von der amtlichen ab?

Weil der Verbraucherpreisindex einen Durchschnittshaushalt abbildet. Wer überdurchschnittlich viel für Miete und Energie ausgibt, spürt einen Energiepreisschub stärker als der Index ihn ausweist. Beide Zahlen können gleichzeitig richtig sein.

Nach wie vielen Jahren halbiert sich meine Kaufkraft?

Teile 72 durch die Inflationsrate. Bei 2 % sind das rund 36 Jahre (exakt 35,0), bei 4 % rund 18 Jahre (exakt 17,7), bei 7 % rund 10 Jahre (exakt 10,2).

Schützt Tagesgeld vor Inflation?

Nur teilweise. Liegt der Zins unter der Inflationsrate, verlierst du real Kaufkraft, obwohl der Kontostand steigt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Abgeltungsteuer auf den nominalen Zinsertrag anfällt, nicht auf den realen — bei 2 % Zins und 2 % Inflation zahlst du Steuern auf einen Gewinn, den es real nicht gibt.

Begriffe kurz erklärt

Kaufkraft:
Die Gütermenge, die du für einen Geldbetrag bekommst. Sinkt, wenn die Preise steigen.
Deflationierung:
Das Umrechnen eines künftigen Betrags in heutige Kaufkraft durch Division durch den Preisfaktor.
Verbraucherpreisindex:
Der amtliche Index des Statistischen Bundesamts, aus dem die deutsche Inflationsrate berechnet wird.
Warenkorb:
Die gewichtete Zusammenstellung von Gütern und Dienstleistungen, deren Preise für den Index erhoben werden.
Nominal und real:
Nominal ist der Betrag in Euro, real derselbe Betrag in Kaufkraft ausgedrückt.
Realzins:
Nominalzins bereinigt um die Inflation. Nur ein positiver Realzins vermehrt Kaufkraft.
Deflation:
Der umgekehrte Fall sinkender Preise. Die Kaufkraft eines Betrags steigt dann.

Quellen und Methodik

Stand: Juli 2026. Der Rechner nutzt eine konstante Inflationsannahme über den gesamten Zeitraum und bildet damit ein Modell, keine Prognose. Realer Wert und benötigter Betrag werden durch Deflationierung beziehungsweise Aufzinsung mit demselben Preisfaktor ermittelt und sind zueinander invers. Keine Anlageberatung.