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Bürgergeld-Tabelle 2026

Alle 6 Regelbedarfsstufen — 563 € ist das Maximum

Stand: Mai 2026 · Nullrunde · Alle Angaben ohne Gewähr

Das Bürgergeld bleibt 2026 auf dem Niveau von 2025 — eine seltene Nullrunde. Die sechs Regelbedarfsstufen richten sich nach Haushaltsgröße und Alter. Dazu kommen die Kosten der Unterkunft (KdU) und gegebenenfalls Mehrbedarfe.

Alle sechs Regelbedarfsstufen 2026

StufeWer?Regelsatz
1Alleinstehende / Alleinerziehende563 €
2Partner in Bedarfsgemeinschaft506 €
3Erwachsene in WG / Eltern-Haushalt451 €
4Jugendliche 14–17 Jahre471 €
5Kinder 6–13 Jahre390 €
6Kinder 0–5 Jahre357 €

Quelle: SGB II / SGB XII, Regelbedarfsverordnung 2026.

Was kommt zusätzlich?

  • Kosten der Unterkunft (KdU): Miete + Nebenkosten in angemessener Höhe (regionale Mietobergrenzen).
  • Heizkosten: Realer Verbrauch in angemessener Höhe.
  • Mehrbedarfe: Schwangere (+17 %), Alleinerziehende (+12-60 %), Behinderte (+35 %), Erwerbsfähige in Maßnahmen.
  • Einmalleistungen: Erstausstattung Wohnung/Kleidung/Geburt, Klassenfahrt-Zuschuss.

Was die Nullrunde praktisch bedeutet

Dass die Regelbedarfe 2026 nicht steigen, liegt an der Anpassungsformel: Sie koppelt die Erhöhung an Preis- und Lohnentwicklung eines zurückliegenden Bemessungszeitraums. Nach den kräftigen Sprüngen der Jahre 2023 und 2024 (zuletzt + 61 € auf 563 €) ergab die Formel für 2026 rechnerisch keine Erhöhung mehr — weil die Inflation 2025 stark zurückging und die früheren Erhöhungen die Teuerung bereits vorweggenommen hatten.

Für Betroffene heißt das: Real bleibt die Kaufkraft gleich, solange die Preise nicht weiter steigen. Eine echte Kürzung ist es nicht — der Satz wird nur nicht weiter angehoben.

Wie der Regelsatz berechnet wird

Der Regelbedarf ist kein politisch gegriffener Betrag, sondern leitet sich aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) ab — einer großen Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamts. Zugrunde gelegt werden die Ausgaben der unteren Einkommensgruppen für Ernährung, Kleidung, Wohnnebenkosten, Mobilität und Teilhabe. Den größten Posten macht die Ernährung aus, gefolgt von Freizeit und Verkehr. In den Jahren zwischen zwei EVS-Erhebungen wird der Satz nur nach der Anpassungsformel fortgeschrieben.

Stufe 3: Vorsicht bei jungen Erwachsenen

Häufig unterschätzt: Erwachsene unter 25, die noch bei den Eltern wohnen, bekommen nicht den vollen Satz von 563 €, sondern nur die Regelbedarfsstufe 3 (451 €). Erst mit einem eigenen Haushalt — und bei unter 25-Jährigen nur mit Zustimmung des Jobcenters — steigt der Anspruch auf Stufe 1. Wer ohne diese Zusicherung auszieht, riskiert, dass die Unterkunftskosten nicht übernommen werden.

Dieselben Sätze, andere Leistungen

Die sechs Regelbedarfsstufen gelten nicht nur für das Bürgergeld (SGB II). Auch die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII) sowie die Sozialhilfe rechnen mit genau denselben Beträgen — deshalb gilt die Nullrunde 2026 dort ebenso. Der Unterschied liegt nicht in der Höhe, sondern im Personenkreis: Bürgergeld bekommen erwerbsfähige Menschen, die Grundsicherung nach SGB XII Rentner und dauerhaft voll Erwerbsgeminderte. Wer also vom Bürgergeld in die Altersrente wechselt, behält denselben Regelsatz, nur unter anderem Namen und Amt.

Wenn der Regelsatz gekürzt wird

Der volle Regelsatz ist an Mitwirkungspflichten geknüpft. Wer ohne wichtigen Grund Termine im Jobcenter versäumt oder eine zumutbare Arbeit ablehnt, muss mit einer Leistungsminderung rechnen — gestaffelt und zeitlich begrenzt (§ 31a SGB II). Die Kosten der Unterkunft bleiben dabei in der Regel geschützt; gekürzt wird der Regelbedarf, nicht die Miete. Umgekehrt gibt es Mehrbedarfe obendrauf, etwa für Alleinerziehende oder Schwangere — der tatsächliche Auszahlbetrag weicht also nach oben wie nach unten von der reinen Tabelle ab.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Sozialberatung. Stand: Mai 2026 · Regelbedarfsverordnung 2026.