Hybrid-Dienstwagen: 0,5 % statt 1 %
89 €/Monat Mehrbelastung bei 45.000 € Plug-in-Hybrid
Stand: Mai 2026 · § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG · Alle Angaben ohne Gewähr
Plug-in-Hybrid-Dienstwagen werden mit der halbierten Bemessungsgrundlage von 0,5 % versteuert — vorausgesetzt, sie schaffen rein elektrisch mindestens 80 km nach WLTP oder stößen unter 50 g CO₂/km aus. Eines der beiden Kriterien reicht.
Beispiel: 45.000 € Plug-in-Hybrid
45.000 € Listenpreis, 20 km Wohnung-Arbeit, 4.000 € Brutto, Steuerklasse 1, NRW, ohne Kirchensteuer.
| Position | Betrag/Monat |
|---|---|
| GWV Privat (0,5 % von 45.000 €) | 225,00 € |
| + Fahrtenzuschlag (0,015 % × 20 km × 45.000 €) | 135,00 € |
| = Gesamt-GWV | 360,00 € |
| Netto ohne Firmenwagen | 2.609,17 € |
| Netto mit Hybrid (0,5 %) | 2.519,92 € |
| Netto-Mehrbelastung | 89,25 €/Monat |
Gegenüber Verbrenner gespart: ca. 89 €/Monat (1.068 €/Jahr)
Bei gleichem Listenpreis. Ein Verbrenner hätte 720 € GWV statt 360 €.
Voraussetzungen für 0,5 %
Eines der zwei Kriterien muss erfüllt sein:
- Elektrische Reichweite ≥ 80 km nach WLTP (bei Anschaffung ab 01.01.2025).
- CO₂-Ausstoß ≤ 50 g/km nach WLTP.
Beide Werte stehen im CoC-Papier (Certificate of Conformity) und in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 — Feld V.7 für CO₂, Feld 22 oder eine Sonderzeile für die Reichweite.
Hybrid, Elektro oder Verbrenner — was lohnt sich?
Steuerlich liegt der Plug-in-Hybrid mit 0,5 % genau zwischen dem reinen Elektroauto (0,25 % bis 100.000 € Listenpreis) und dem Verbrenner (1 %). Wer also zwischen den Antrieben wählt, halbiert mit einem Hybrid bereits den geldwerten Vorteil gegenüber einem vergleichbaren Benziner — das reine Elektroauto viertelt ihn sogar.
Der Haken beim Hybrid: Der halbe Satz gilt nur, wenn das Fahrzeug die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt (Mindest-Reichweite rein elektrisch oder ein niedriger CO2-Ausstoß). Erfüllt es sie nicht, fällt es auf die volle 1-%-Regel zurück wie ein gewöhnlicher Verbrenner. Prüfe deshalb vor der Bestellung, ob dein Wunschmodell die aktuelle Grenze tatsächlich schafft.
Praktisch bedeutet das: Für reine Steueroptimierung ist das Elektroauto fast immer die beste Wahl. Der Hybrid lohnt sich, wenn du regelmäßig längere Strecken ohne Lademöglichkeit fährst und trotzdem vom halben Satz profitieren willst.
Häufige Fragen zum Hybrid-Dienstwagen
Wann gilt für einen Plug-in-Hybrid der 0,5-%-Satz?
Nur wenn das Fahrzeug die gesetzlichen Anforderungen erfüllt — eine ausreichende rein elektrische Mindestreichweite oder einen niedrigen CO2-Ausstoß. Erfüllt es sie nicht, wird es steuerlich wie ein Verbrenner mit der vollen 1-Prozent-Regel behandelt.
Muss ich mit dem Hybrid wirklich elektrisch fahren?
Für den Steuervorteil nicht — der halbe Satz hängt an den technischen Eigenschaften des Fahrzeugs, nicht an deinem Fahrverhalten. Wirtschaftlich und ökologisch lohnt sich der Hybrid aber nur, wenn du die E-Reichweite auch tatsächlich nutzt und regelmäßig lädst.
Hybrid oder reines Elektroauto als Dienstwagen?
Steuerlich ist das reine Elektroauto mit 0,25 % günstiger als der Hybrid mit 0,5 %. Der Hybrid lohnt sich vor allem, wenn du häufig lange Strecken ohne Lademöglichkeit fährst und die Flexibilität des Verbrennungsmotors brauchst.
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Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Steuerberatung. Stand: Mai 2026 · § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG.