Grunderwerbsteuer Sachsen 2026
Stand: Juni 2026 · GrEStG · Alle Angaben ohne Gewähr
Grunderwerbsteuersatz Sachsen
5,5 %
Zum 1. Januar 2023 von 3,5 % auf 5,5 % angehoben
Beispielrechnung
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer | Gesamt-Nebenkosten* |
|---|---|---|
| 200.000 € | 11.000 € | ~22.000 € |
| 300.000 € | 16.500 € | ~33.000 € |
| 400.000 € | 22.000 € | ~44.000 € |
| 500.000 € | 27.500 € | ~55.000 € |
* Gesamt-Nebenkosten inkl. Notar (~1,5 %), Grundbuch (~0,5 %) und Makler (~3,57 %). Ohne Makler ca. 7,5 %.
Vergleich: Sachsen vs. teuerstes Bundesland
Bei einem Kaufpreis von 400.000 € zahlst du in Sachsen 22.000 € Grunderwerbsteuer. In Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein (6,5 %) wären es 26.000 € — das sind 4.000 € Unterschied.
Besonderheiten in Sachsen
- Erhöhung 2023: Sachsen hob den Satz zum 1. Januar 2023 von 3,5 % auf 5,5 % an — vorher war es zusammen mit Bayern der günstigste Standort.
- Wachsender Markt: Insbesondere Leipzig und Dresden verzeichnen steigende Immobilienpreise — der 2023 erhöhte Steuersatz lässt die Kaufnebenkosten spürbar steigen.
- Kein Freibetrag: Trotz Ermächtigung im Grundgesetz (Art. 105 Abs. 2a GG) hat Sachsen bisher keinen Freibetrag für Erstkäufer eingeführt.
So hat sich der Satz in Sachsen entwickelt
| Zeitraum | Steuersatz | Steuer bei 300.000 € |
|---|---|---|
| bis 31.12.2022 | 3,5 % | 10.500 € |
| seit 01.01.2023 | 5,5 % | 16.500 € |
Sachsen hielt den alten Bundessatz von 3,5 % länger als fast jedes andere Land — 16 Jahre, nur Bayern ist bis heute dabei geblieben. Dafür fiel der Abschied drastisch aus: Der Sprung um 2,0 Prozentpunkte zum 1. Januar 2023 (SächsGrEStSatzG im Haushaltsbegleitgesetz 2023/2024) war die größte Einzel-Erhöhung, die ein Bundesland je beschlossen hat. Beim 300.000-€-Kauf wurden aus 10.500 € über Nacht 16.500 €.
Im Osten liegt Sachsen damit im Mittelfeld: Thüringen und Sachsen-Anhalt nehmen 5,0 %, Brandenburg dagegen 6,5 %. Wer im Raum Leipzig/Halle sucht, zahlt auf der sachsen-anhältischen Seite beim 300.000-€-Kauf 1.500 € weniger Grunderwerbsteuer.
Für Altfälle wichtig: Maßgeblich ist das Datum des notariellen Kaufvertrags. Wer noch bis zum 31. Dezember 2022 beurkundet hat, zahlte 3,5 % — auch wenn Steuerbescheid und Grundbucheintrag erst 2023 kamen. Das SächsGrEStSatzG stellt ausdrücklich auf Rechtsvorgänge ab, die nach dem 31. Dezember 2022 verwirklicht werden.
Alle Bundesländer
Wie die Grunderwerbsteuer rechtlich funktioniert — Fälligkeit, Unbedenklichkeitsbescheinigung, steuerfreie Familienkäufe (§ 3 GrEStG) und wie du über getrennt ausgewiesenes Inventar die Bemessungsgrundlage senkst — steht ausführlich im bundesweiten Grunderwerbsteuer-Ratgeber. Den Betrag für Sachsen inklusive Notar und Grundbuch rechnest du im Grunderwerbsteuerrechner aus.
Häufige Fragen zur Grunderwerbsteuer in Sachsen
Wie viel Grunderwerbsteuer zahle ich in Sachsen bei 300.000 €?
Bei 5,5 % Steuersatz sind das 16.500 €. In Bayern (3,5 %) wären es 10.500 €, in einem 6,5-%-Land 19.500 €.
Seit wann gilt in Sachsen der Satz von 5,5 %?
Seit dem 1. Januar 2023. Sachsen war das Land, das den ursprünglichen Satz von 3,5 % am längsten gehalten hat — fast 17 Jahre — und ist dann in einem einzigen Schritt auf 5,5 % gegangen.
Gibt es in Sachsen einen Freibetrag für Erstkäufer?
Nein. Sachsen hat keinen Freibetrag für selbst genutztes Wohneigentum eingeführt; der Satz von 5,5 % gilt ab dem ersten Euro.
Berechne Grunderwerbsteuer + alle Nebenkosten für Sachsen.
Zum Grunderwerbsteuerrechner →Weiterlesen
Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: Juni 2026.